Hallo ihr Lieben,
in Yuchi haben wir alle Suiten mit Blick auf den See bekommen, noch nie im Leben habe ich ein einem so großen Bett geschlafen. Da hätte eine ganze Familie reingepasst!
Nach dem Frühstück sind wir in Richtung Naturreservat Alishan National Scenic Area aufgebrochen. Zu Beginn haben wir uns einen Tempel angeschaut, der vom Erdbeben im Jahre 1999 zerstört wurde. Dann saßen wir 4 Stunden im Bus und je höher er das Gebirge hinaufkletterte, desto diesiger wurde das Wetter. Und das war pures Glück, denn noch nie habe ich einen Zauberwald in einer solchen mystischen Stimmung gesehen wie hier! Aber eins nach dem anderen: Zunächst nahmen wir eine über hundert Jahre alte Schmalspurbahn, die die Japaner errichtet haben, um Edelhölzer für Möbel nach Japan zu verschiffen. Sie erinnerte mich an die Schweizer Rhäti-Bahn. In 2200 Metern Höhe schritt ich dann durch den Vorhang aus Nebel in den Zauberwald. Jahrtausende alte, heilige Bäume und bemoostes Wurzelwerk regten mich zu Fantasiespielen an, sodass ich das Gefühl hatte, in einem Paralleluniversum unterwegs zu sein. Zudem hat mich die mystische Stimmung auch beruhigt, geerdet und mit frischer Energie versorgt. Das war definitiv das beste Waldbad meines Lebens;-).
Zwischendurch haben wir noch einen kleinen Stopp am Shouzhen-Tempel eingelegt, weil ein Tag ohne Tempel in Taiwan quasi unmöglich ist. Es gibt über 5000 davon auf dieser recht kleinen Insel!
So ihr Lieben - für heute verabschiede ich mich mit einem breiten Grinsen im Gesicht,
eure Maggie














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