Freitag, 30. Mai 2025

WIEDER ZUHAUSE - THE UNTOLD STORIES

Hallo ihr Lieben,

der Rückflug hatte es etwas in sich, zum einen gab es Turbulenzen, zum anderen hatte ich einen schnarchenden Nachbarn und habe so gut wie kein Auge zugetan. Aber ich danke dem Universum, dass ich nun glücklich und gesund zuhause angekommen bin.

Den letzten Post nutze ich noch für ein paar Kuriositäten. In Taiwan fahren singende Müllwagen. Wenn die Musik ertönt, dann gehen die Bewohner mit ihrem Abfall zum Müllwagen und werfen ihn ein. Die Reisebusse haben knallbunte Farben und oft Superhelden-Motive im Design. Sonntags wird der Benzinpreis für alle Tankstellen im Land bestimmt, er bleibt dann eine Woche lang überall gleich. Bei den Toiletten gibt es auch ein Navigationssystem und man kann zwischen europäischen und asiatischen Töpfchen wählen;-). Die Hochhäuser gleichen zum Teil überdimensionalen Parfümflaschen und der berühmte taiwanische Bubble-Tee sieht aus wie ein Sprengkopf, ein schlichtes Toastbrot wie bei uns Marmorkuchen.

Außerdem sind hier zahlreiche giftige Schlangen zuhause und über 1 Meter lange Leguane. Der eine auf dem Foto ist mir vom Baum direkt vor die Füße gefallen. Ich bin vor Schreck fast gestorben!

Andere Länder – andere Sitten, dafür muss man das Vertraute verlassen und auf Entdeckungstour gehen. Land 81 und 82 habe ich nun besucht, beim 83-sten seid ihr hoffentlich wieder dabei;-).

Auf Bald,

eure Maggie





















Donnerstag, 29. Mai 2025

TAIPEH - UNTERWEGS IN MEHREREN DIMENSIONEN

Hallo ihr Lieben,

den letzten Tag in Taipeh regnete es in Strömen, genauso wie am Anfang in Seoul – der Kreis schließt sich. Heute haben wir noch allerlei besichtigt, angefangen bei einem Markt, wo es unter anderem Drachenfrüchte, Guaven sowie in Bananenblättern gebackene Köstlichkeiten gab. 

So gestärkt haben wir den 101 Tower, bis 2010 das höchste Gebäude der Welt, angeschaut. Die Sicht war – wie schon auf dem Seoul Tower – bescheiden. Deswegen habe ich noch paar Bilder abfotografiert. Das Gebäude ist erdbebensicher, dafür sorgt die Kugel im Bild, die bei Taifunen und Erdbeben pendelt und den Ausgleich schafft. In den 89 Stock haben wir es übrigens in knapp 30 Sekunden geschafft.

Um den Taipeh Tower rum ist eine große Mall. Bevor man sie betritt, kann man übrigens seinen Regenschirm trocken rubbeln;-). Während ich auf die Gruppe wartete, habe ich die neue Apple Vision Pro ausprobiert. Virtuelle Realität verschmilzt mit der realen Umgebung, sodass wir in mehreren Welten zugleich zuhause sind. Ob das so gut ist? dem Mein Highlight war das Nationale Palastmuseum, wo mich vor allem die Elfenbeinschnitzereien begeisterten, die mehrdimensional waren sowie die Artefakte aus Jade, einem der härtesten Steine der Welt. 

Zum guten Schluss haben wir noch am Heldenschrein die Wachablösung mitgenommen, diesmal von Marinesoldaten, die weiß gekleidet sind. Diese Rituale faszinieren mich jedes Mal aufs Neue, weil es so gar nicht meine Welt ist. 

Nun ist Boarding und mir stehen knapp 14 Stunden Flug bevor. Mal schauen, in welchem Zustand ich aussteige;-)

Bis Morgen,

eure Maggie
























Mittwoch, 28. Mai 2025

KAOHSIUNG – BUDDHAS GESCHENK IM SPIEGELKABINETT

Hallo ihr Lieben,

heute haben wir bei 30 Grad und 98 % Luftfeuchtigkeit die riesige Klosteranlage Fo Guang Shan (dt. „Buddhas Berg des Lichts“) bei Kaohsiung besucht. Hier leben Brüder und Schwestern des chinesisch-buddhistischen Ordens der Mahayana-Tradition gemeinsam (!) unter einem Dach. Der Orden ist weltweit in 173 Ländern tätig und engagiert sich im Sozial- und Bildungswesen, in der Kunst, etc. Sie predigen – wie der österreichische Mönch im Bild – Mitgefühl mit allen Lebewesen.

Die Klosteranlage ist recht groß, sodass wir zwischendurch einen Shuttle genommen hatten. Überragt wird sie vom 36 Meter hohen Buddha der Liebe, gesäumt wird er von riesigen Pagoden, die wie Wehrtürme aussehen. Die Menschen krabbeln unten wie Ameisen, mühen sich den Berg hinauf und er lächelt mit seiner allumfassenden Liebe irdisches Leben und Leiden einfach weg. Auch ich habe ziemlich viel Schweiß vergossen, um zu ihm zu kommen. Allerdings habe ich meine Erleuchtung im Schrein des großen Gelübdes gehabt, in dem man nicht fotografieren durfte. Auf dem Weg zum Schrein wurde ich von über 2000 Bodhisattva Statuen (dt. „Erleuchtungswesen“) begleitet. Da kann selbst eine Oscar-Preisverleihung nicht mithalten;-).

Der Schrein selbst ist innen mit Tausenden Buddha-Kacheln sowie unzähligen Spiegeln gepflastert, sodass sich das eigene Spiegelbild hundertfach zwischen den Buddhas bricht. Meine Erkenntnis dort: Ich bin unendlich viele und zugleich das Alleins selbst. Ich weiß zwar nicht, ob das der buddhistischen Lehre entspricht, aber ich fühlte mich in dem Moment alleins und danke dem Universum für diese besondere Erfahrung;-).

Nun sind wir nach fünf Stunden Busfahrt am Hotel in Taipeh bei moderaten 22 Grad angekommen. Ich freue mich jetzt vor allem auf eine Dusche! 

Schönen Abend,

eure Maggie



















Dienstag, 27. Mai 2025

TAINAN - IM SOG DER GESCHICHTE UND IM TROMMELWIRBEL

Hallo ihr Lieben,

gestern hatten wir in den Bergen 15 Grad, heute Morgen sind es 25 und im Verlauf des Tages werden wir die 30 Gard-Marke knacken. Da gilt es den Körper zu hegen und zu pflegen. Wenn es heiß ist, trinke ich morgens eine Brühe als Elektrolyt – heute war es eine Entenbrühe, meine Mama verzeiht mir bestimmt diese Sünde;-). 

Heute besuchten wir Tainan, die älteste Stadt der Insel und zugleich die Geburtsstätte Taiwans, in der Holländer 1624 eine Befestigungsmauer errichteten und knapp 40 Jahre dort herrschten. Im Jahr 1662 wurden sie endgültig vertrieben und eine Verwaltung wurde in Tainan eingerichtet. Ab da war diese Stadt einige hunderte Jahre das wirtschaftliche und politische Zentrum und auch die Hauptstadt Taiwans, die viele chinesische Einwanderer anzog. Erste Ureinwohner kamen bereits um 7000 – 6000 v. Chr. aus Austronesien nach Taiwan. 

Passend dazu haben wir den Koxinga-Schrein - historisch ist Zheng Chenggong gemeint - besucht, der 1662 die niederländische Festung in Tainan eroberte und damit die niederländische Herrschaft in Taiwan beendete. Er errichtete damals auch den Konfuzius-Tempel, wo mir ein recht gutes Panoramabild gelang.

Aber mein persönliches Highlight war die ehemalige Zuckerfabrik, ein Kulturareal für Jung und Alt, dementsprechend voller Schulklassen. Inge und ich haben uns einfach unters junge Volk gemischt und haben die Riesenschaukel sowie die Zipline ausprobiert;-)

Zum Abschluss genossen wir im Ten Drum Cultural Village ein einzigartiges Trommelfeuerwerk, was mir durch Mark und Bein gegangen ist, Erinnerungsselfie inklusive. Auf dem Weg zum Bus begegnete uns dann noch eine durchgeknallte Frau, die ihre Schildkröte Gassi geführt hat - davon träume ich bestimmt heute noch. 

Gute Nacht,

eure Maggie



















WIEDER ZUHAUSE - THE UNTOLD STORIES

Hallo ihr Lieben, der Rückflug hatte es etwas in sich, zum einen gab es Turbulenzen, zum anderen hatte ich einen schnarchenden Nachbarn und ...