Freitag, 16. Mai 2025

SEOUL - DIE FARBTUPFER IM UNWETTER FINDEN

Hallo ihr Lieben, 

gestern Abend haben wir noch ein typisches koreanisches BBQ probiert. Im Gegensatz zu Japan ist der Tischgrill hier nicht im Tisch versenkt und man grillt nicht selbst, sondern bekommt gegrillt;-). Das Fleisch wird dann mit eingelegtem Gemüse und verschiedenen Soßen garniert und in ein Salatblatt gewickelt. Yummie – war das lecker!

Heute Morgen habe ich erst ein paar Augenblicke gebraucht, um zu realisieren, dass ich in Seoul aufgewacht bin – quasi am anderen Ende der Welt. Das Frühstück ließ keine Wünsche offen, da das Hotel Gäste aus aller Welt beherbergt. Man konnte sich sogar ein individuelles Bibimbap zusammenstellen. 

Dann hat uns unsere Reisleiterin Kaiya zum 1395 während der Joseon-Dynastie erbauten Gyeongbokgung-Palast, dem größten Palast Koreas, gebracht. Unterwegs waren die Leuchtreklamen die einzigen Farbtupfer im regnerischen Grau. Die berühmte Wachablösung wurde sogar wegen des Starkregens abgesagt. Ich habe mir dann selbst ein paar Farbtupfer gesucht, nämlich Koreaner, die sich historische Trachten geliehen hatten, um einen Tag lang Gaudi zu haben. Was bei uns das Dirndl und die Lederhosen beim Oktoberfest sind, hat hier das Hanbok vor historischer Kulisse Tradition. 

Am Nachmittag sind wir dann zum Seoul Tower gefahren, einer Art Fernsehturm, der einen atemberaubenden Blick über Seoul bietet und ein Treffpunkt für Verliebte ist inklusive der berühmten Schlösser - nur nicht heute. Wegen Starkregen und Nebel konnten wir leider gar nichts sehen und als ich eine Unwetterwarnung auf mein Handy bekam, bat ich die Reiseleiterin, die noch immer strikt am Programm festhielt, mich vollkommen durchnässt bei nächster Gelegenheit am Hotel abzusetzen. Sie bot mir an, ein Taxi zu rufen und ich nahm das Angebot dankend an. Drei Minuten später wechselte Kaiya aber dann doch ihre Pläne: Ich vermute, dass sie auch eine Unwetterwarnung aufs Handy bekam, weil sie plötzlich die gesamte Gruppe zurück ins Hotel fahren ließ. Nach einer heißen Dusche habe ich mir erst einmal Jasmin-Tee gekocht. 

Morgen scheint bestimmt wieder die Sonne über Korea und die Farbtupfer werden dann mich suchen und nicht ich sie. Das Gute an dem verregneten Tag: Ich hole heute einfach noch etwas Schlaf nach. Bis dahin heißt es: Abwarten und Tee trinken...

Liebe Grüße,

eure Maggie




















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